Fliesenverlegung
Zementfliesen

Zementfliesen wurden ursprünglich bereits in der Antike verwendet und fanden im 19. Jahrhundert auch bei den deutschen Baumeistern in Zeiten des Jugendstils großen Anklang. Als historischer Baustoff sind die Zementfliesen hauptsächlich zur Gestaltung von Böden, vor allem in hochwertigen, städtischen und ländlichen Anwesen sowie in Sakralbauten eingesetzt worden. Am verbreitesten ist die Zementfliese in Ländern rund um das westliche Mittelmeer wie beispielsweise Marokko, Tunesien und Spanien. Derzeit erlebt die Zementfliese eine Renaissance in Neubauten. Auch bei vielen Sanierungsarbeiten und Renovierungen historischer Gebäuden werden sie wieder verwendet.

Zementfliesen können durch verschiedene Motive individuell hergestellt werden

Die Zementfliesen gibt es in den unterschiedlichsten Varianten. Ob einfarbig, mit Motiven oder sogar mit Metalleinlagen – es besteht eine Vielzahl von Herstellungsmöglichkeiten. Das Material erscheint in den Oberflächen grundsätzlich weicher als bei gebrannten Keramikfliesen, so dass die Oberflächen der Zementfliesen optisch den Eindruck vermittlen, dass die verlegten Flächen mit den unterschiedlichen Mustern leben.

Zementfliesen

Herstellung von Zementfliesen

Zementfliesen werden individuell, einzeln – mit hydraulischer Pressung hergestellt. Dazu wird ein Motiv als Metallform (zur Trennung der verschiedenen Farbbereiche) ausgearbeitet und in einen Rahmen eingepasst. Anschließend werden die Felder der Form mit einer Mischung aus Marmorstaub, Felsgranulat und Farbstoff gefüllt. Durch das Entfernen der Metallform entstehen die typischen Übergänge zwischen den Dekorgrenzen.

Nachdem die Metallform entfernt wurde, wird die Nutzschicht der Fliese mit Mörtel bedeckt und unter hohem Druck hydraulisch gepresst. Anschließend wird die Zementfliese aus der Form gelöst und nach einer entsprechenden Ruhezeit stundenlang gewässert. Erst nach mehreren Wochen Trocknung zur Aushärtung des Zements, können die Platten verwendet werden.

Wir empfehlen die Zementfliesen nach einer ausreichenden Trocknungszeit zu imprägnieren. Hierbei werden die Oberflächen geschützt und sind somit unempfindlicher gegen Flecken.